Gedankenspiele - Was wäre wenn?

Neulich war ich nachts allein mit dem Auto unterwegs zu einer Veranstaltung.

Als ich das Auto abstellte, wollte ich mein Handy auf lautlos stellen und da stellte ich fest, dass ich mein Handy gar nicht dabei hatte! 

Und schon ging es los, mit dem Gedankenkarussell:

Wenn ich ausgerechnet heute eine Autopanne hätte? Nachts, alleine, eine Fahrt durch ein wenig befahrenes Waldgebiet? Ich überlegte schon, für den Heimweg eine andere Strecke zu wählen, auf der mehr Verkehr unterwegs war.

Vorerst konnte ich diese Gedanken abstellen, und ging auf die Veranstaltung.

 

Als ich dann wieder zum Auto zurück kehrte, waren auch diese Gedanken wieder da.

Es gelang mir schließlich, den Gedankenstrom "was wäre wenn?" zu stoppen und fand zurück auf eine sachliche Ebene.

Wie oft hatte ich denn tatsächlich schon eine Panne, nachts allein im Wald?

Wie oft hatte ich überhaupt schon eine Autopanne?

Wie lange fuhr ich denn schon Auto - ohne überhaupt ein Handy zu besitzen?

 

Schließlich begab ich mich auf den Heimweg. Inzwischen hatte sich das Vertrauen wieder eingestellt und die ängstlichen Gedanken vertrieben. Ich wählte die Strecke, die ich auch bei der Hinfahrt nutzte (hier noch ohne das Wissen, dass ich ohne Handy unterwegs war).

Mein Auto und ich kamen unbeschadet zu Hause an.

 

Und wieder einmal konnte ich am eigenen Leib erfahren,  wie mächtig ein

kleiner Gedanke sein kann.